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Aktuelle Situation an den Wertpapiermärkten: Wie lange halte ich meine Aktien?

Aktualisiert: 14. Apr. 2022


Derzeit schwanken und zirkulieren die Aktienmärkte zwischen Käuferzurückhaltung (für einen Februar ungewöhnlich), Angst, Nervosität und Panik. Alles zusammen sind keine guten Ratgeber für einen Investor. Aber alles zusammengenommen ist der Start für eine wieder bessere Zeit und ein Umfeld, das Hoffnungen weckt.


Die Gedanken, die sich jeder Anleger macht, sind grundsätzlich immer dieselben - Wann kaufe ich Aktien bzw. wie lange will ich sie halten? Aktien entfalten ihre Renditechancen immer über einen längerfristigen Zeitraum. Dieser sollte über fünf besser zehn Jahre andauern.


Die Inflation ist hier und heute das Thema an den Weltfinanzmärkten (wieder) geworden und wird uns nicht so schnell aus seinem Bann befreien. Was nicht passieren darf und wohl auch nicht eintreten wird, ist, dass Panik auf die Zentralbanken übergreifen könnte.

Betrachtet man sich dabei den wichtigsten Leitzins - den der USA (Dow Jones Ind. Index) wird hier mittlerweile Hektik verbreitet. Der Terminmarkt räumt einem Leitzins von mehr als zwei Prozent im Dezember 2022 bereits eine Wahrscheinlichkeit von 30  % ein. Dass es sieben Zinsschritte bis Jahresende geben soll, gilt fast als garantiert. Damit erwarten Anleger nun eine sehr radikale Zinswende. Sie gleicht einer Panikreaktion:


Aber …


Bei einer US-Inflationsrate von 7,5  % kann man auch ins Schwitzen kommen, wenn das Hauptmandat Preisstabilität heißt; was es aber nicht allein genommen ist, sondern auch die Entwicklung der Arbeitslosen. Die Finanzministerin Janet Yellen (USA) und vormalige Fed-Chefin kommt ursprünglich aus diesem Resort und gilt als „Taube“ – also jemand, der eher zu Zinssenkungen tendiert und der zur Verfügungstellung von Liquidität.


Eine Panikreaktion der Notenbank ist nicht angebracht. Denn: Will eine Notenbank die Inflationrasch reduzieren, muss sie die Wirtschaft in eine Rezession stürzen. Und das will die Fed sicherlich nicht!

Der Höhepunkt der Inflation sollte jetzt tatsächlich in greifbarer Nähe sein, auch wenn erst im Verlauf der kommenden vier bis sechs Wochen. Im Sommer sollte die Preissteigerung Werte zwischen fünf und sechs % annehmen. Das ist zwar auch noch nicht der Koeffizient, der gewünscht ist, dennoch der Weg ist das Ziel – hin zu durchschnittlichen zwei %.

Tatsächlich sind diese Überlegungen, durch die Haltung des Paria (Ausgestoßenen) Putin in den Hintergrund getreten, eben, weil er sich wieder auf die Weltbühne drängt und jetzt die Plattform vorfindet, die er so schätzt.


Wie das Ganze ausgehen wird, kann seriös niemand vorhersagen – aber so viel ist sicher: Es galt an den Aktienmärkten schon immer das Postulat „Kaufen, wenn die Kanonen donnern“ (Zitat von Rothschild). Hiermit wird das Faktum des „Fait Accompli“ beschrieben, dass eben nicht die Tatsachen gehandelt werden, sondern immer die Zukunft. Wenn Putin in die Ukraine einmarschiert ist das die Tatsache – danach kommt wieder Frieden.

Das war immer so (jüngere Beispiele waren die Golfkriege (1980, 1990 und 2003) oder Irakkriege (1980 und 1990).

Die Amerikaner greifen in diesen Krieg nicht mit Kampftruppen ein. Sanktionen werden heftig ausfallen, was die Börsen belasten würde. Aber danach, und das kann sehr schnell gehen, sollten sich die Aktienmärkte wieder erholen.



Dem Dax auf der Spur (Fünf-Jahres-Zeitraum)


Die vergangene Woche stand im geostrategischen (Nato-Russland-Krise) und geopolitischen (Ukraine-Konflikt) Fokus, was zu einem nervösen Umfeld führte und, aufgrund des verlängerten Wochenendes in den USA, wo am Montag wegen eines Feiertages nicht gehandelt wird, zur Zurückhaltung und Vorsicht mahnte.


Der deutsche und die internationalen Märkte bewegten sich dabei zwischen der Hoffnung auf eine diplomatische Lösung der Krise und der Furcht vor einer Invasion Russlands in das Nachbarland.



Euro gegen US-Dollar (Fünf-Jahres-Zeitraum)


Die Ukrainekrise gibt den als sicheren Hafen apostrophierten US-Dollar nicht wirklich die Bühne, die man sich von ihm erwarten würde. Der Euro konnte sich in der abgelaufenen Woche stabil im Markt halten.


Sein begonnener, wenn auch fragiler Aufwärtstrend ist intakt.


Ein halbwegs sturmfreies Wochenende wünscht Ihnen


Dr. Volker Gronau

GRONAU Finanzmanagement GmbH



Wichtige Hinweise | Kein Angebot und keine Beratung

Diese Information dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt weder eine individuelle Anlageempfehlung noch ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar. Diese Ausarbeitungallein ersetzt nicht eine individuelle anleger- und anlagegerechte Beratung. Die Angaben zur bisherigen Wertentwicklungerlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft. Die Wertentwicklung kann durch Währungsschwankungen beeinflusst werden, wenn die Basiswährung des Wertpapiers vom Euro abweicht.

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