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Aktuelle Situation an den Wertpapiermärkten: Kommen weitere Zinsanpassungen?


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Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zum ersten Mal seit 2011 den Leitzins angehoben. Während im Vorfeld eine Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte erwartet worden war, betrug der Zinsschritt 50 Basispunkte (0,50 Prozentpunkte). Wie EZB-Präsidentin Christine Lagarde mitteilte, sind weitere Zinsanpassungen angesichts der hohen Inflationszahlen nicht ausgeschlossen, dennoch könnte im September keine weitere Zinserhöhung vorgenommen werden.


Des Weiteren schirmt das neue EZB-Kaufprogramm, das sogenannte Transmission Protection Instrument (TPI), die Anleihen von hoch verschuldeten Ländern wie Italien vor den möglichen negativen Folgen von Zinsanhebungen ab. Das ist ein weiterer Schritt in Richtung Liquiditätsversorgung (Quantitative Easing).


Genaueres dazu gab sie aber nicht bekannt, was den Umfang dieses Programms anbelangt. Damit lässt sie sich nicht in die Karten schauen, bleibt aber flexibel, was wiederum gut für die Märkte und die Stabilität des Euros ist.


Wenn hier also Ungemach droht (Gaslieferungen, Lieferengpässe) und die wirtschaftliche Entwicklung, wie auch immer leidet, wird es keine weitere Zinserhöhung mehr geben.


Es steckt heute schon sehr viel Negatives in den Kursen drin. Vielleicht ist damit das Schlimmste vorüber und die Aktien haben ihren Boden gefunden? Aktienanlagen im größeren Stil, von Ausländern, institutionellen Käufern usw. werden kommen, allein aufgrund der günstigen Bewertungen – vielleicht erst nach den Sommermonaten, oder …!


Was nicht kommen darf ist wieder so ein Störfaktor, wie wir ihn in den letzten zwei Jahren (Corona, Krieg, Lockdowns, Lieferketten, Angebotsschock beim Öl) hatten. Das würde das Erholungspotential verzögern.



Dem Dax auf der Spur (Fünf-Jahres-Zeitraum)


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Die Industrieunternehmen Deutschlands besitzen Aufträge in noch nie dagewesenen Größenordnungen. Dazu kommen Orders, die sofort beauftragt würden, gäbe es eine Entspannung bzgl. der Lieferkettenproblematik, die nicht mehr nur allein auf China zurückzuführen ist, sondern auch auf unseren größten Hafen in Hamburg.


China hat kein Interesse eine Blockade zu errichten, da das Land hart an einer Rezession segelt. Beim nächsten Parteitag (Oktober) will der Parteichef sich sicherlich als der große Retter (Corona und Wirtschaft) feiern lassen wollen.


Auch die Meldung von gestern Nachmittag, mit einem Ende der Getreide-Blockade, und der damit einhergehenden Einigung über die Exporte aus der Ukraine mit Russland, zeigen in Richtung einer (humanen) Entspannung.


Ergänzend zu den Erhebungen bei Fondsmanagern, die den geringsten Aktienanteil in ihren Depots fahren, seit 2008 (Lehman-Pleite) – was wiederum als positives Indiz zu bewerten ist (Contrarian Opinion).



Euro gegen US-Dollar (Fünf-Jahres-Zeitraum)


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Unsere Gemeinschaftswährung, die aktuell gerade durch die politischen Auseinandersetzungen Italiens besonders leidet, ist in ihrem steilen Abwärtstrend (noch) gefangen.


Mit einer Entspannung der Lieferungen oder Nicht-Lieferungen des Gases aus Russland und der ersten Zinserhöhung seit elf Jahren in Europa, sollte sich auch der Euro befestigen, damit einen Boden finden und im Laufe der kommenden Wochen und Monate wieder ansteigen können.


Sonnige Grüße sendet


Dr. Volker Gronau

GRONAU Finanzmanagement GmbH

Wichtige Hinweise | Kein Angebot und keine Beratung

Diese Information dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt weder eine individuelle Anlageempfehlung noch ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar. Diese Ausarbeitung allein ersetzt nicht eine individuelle anleger- und anlagegerechte Beratung. Die Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft. Die Wertentwicklung kann durch Währungsschwankungen beeinflusst werden, wenn die Basiswährung des Wertpapiers vom Euro abweicht.

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